Boreout oder Langeweile am Arbeitsplatz
Gast
Dass zu viel Stress krank machen kann, ist bislang hinreichend bekannt, aber auch Unterforderung kann zu Problemen führen. Aber wer gibt schon zu, dass er Langeweile am Arbeitsplatz (Boreout) hat. Dabei sind Langweile, Desinteresse und Unterforderung am Arbeitsplatz ein weit verbreitetes Phänomen unter Arbeitnehmern. Eigentlich klingt es doch paradiesisch, wenn man nur ein Drittel der Arbeitszeit wirklich arbeitet und die übrige Arbeitszeit für private Zwecke nutzt. Morgens schnell den Aktenstapel vom Chef durcharbeiten und ab 11 Uhr im Internet surfen, das Wochenende planen, über Facebook die Neuigkeiten der Freunde und größtenteils Bekannten erfahren, den Urlaub zu buchen, usw.
Kollegen die während ihrer Arbeitszeit oft auf Toilette verschwinden, leiden auch nicht automatisch an Durchfall. Vielleicht leiden sie einfach nur unter Langeweile am Arbeitsplatz (Boreout) und auf Toilette müssen sie den Kollegen nicht vorspielen, beschäftigt zu sein. Außerdem bringt der Weg zur Toilette Abwechslung in den monotonen Arbeitsalltag. Während Stress sozial erwünscht ist, würde kaum einer zugeben das er Langweile am Arbeitsplatz hat, viel zu groß ist die Angst vor der Wegrationalisierung der eigenen Stelle.
Die Arbeitnehmer müssen also kreativ werden um ihre Langeweile am Arbeitsplatz zu verbergen. Ziel ist es, beschäftigt zu wirken, auch wenn man es gar nicht ist. Hierbei gibt es zwei Strategien: Bei der Flachwalzstrategie nimmt man sich für die Arbeit einfach viel mehr Zeit, als dazu nötig wäre. Langandauernde Projekte und Aufgaben bieten sich für diese Strategie in erster Linie an. Die zweite Strategie nennt sich Komprimierungsstrategie. Das heißt an einer Aufgabe nicht ewig „herum werkeln“, sondern so schnell wie möglich zu erledigen. Eine durch den Chef oder den äußeren Umständen gegebene Frist wird dabei klar unterschritten, was wenn möglich niemand oder nur vertraute Kollegen mitbekommen sollten. Die übrige Zeit bis zur Deadline wird dann für die schönen Dinge des Bürolebens zu genutzt.
Doch was ist der Grund für Boreout, wenn doch der Gang zum Chef mit der Bitte um mehr Arbeit die Lösung des Problems ist? Der Grund für Langeweile am Arbeitsplatz (Boreout) ist, dass sie nicht motiviert sind. Sie sind auch nicht faul, vielmehr sind Arbeitnehmer die an „Boreout“ leiden, faul gemacht worden. Das Langeweile-Syndrom ist ein Teufelskreis, welcher in Deutschland einen geschätzten gesamtwirtschaftlichen Schaden von rund 249 Milliarden Euro verursacht.
Der Ausgangspunkt des „Boreout-Paradoxes“, ist die falsche Annahme, dass es schön sei bei der Arbeit nichts zu tun zu haben und das ist zugleich die Ursache das Arbeitnehmer nichts an ihrer Situation ändern wollen. Anfangs genießt er ihre Zeit und Freiräume für private Dinge, jedoch früher oder später beginnt die Langeweile am Arbeitsplatz und er wird unzufrieden und frustriert. Und zu seinem Chef geht er nicht, weil er Angst hat, dass neue anspruchsvollere Aufgaben ihn stressen könnten.
Das Boreout ist ein Phänomen unserer Dienstleistungsgesellschaft und der sich dadurch entwickelten Berufe. Hier können viele einfach so vor sich hin arbeiten und schwammige Resultate präsentieren. Anders als früher arbeiten die meisten Menschen heutzutage nicht mehr für sich selbst und können sich oft auch nicht mit dem Unternehmen und den dazugehörigen Produkten identifizieren. Karl Marx bezeichnete dieses Phänomen als das „entfremdete Produkt“. Denn Selbstständige leiden nicht am Boreout. Entscheidend für die Zufriedenheit im Job sei, dass der Arbeitnehmer einen Sinn in seiner Tätigkeit sieht, die Arbeitszeit effektiv nutzt und eine bestmögliche Bezahlung erhält. Jemand, der an Boreout leidet, sollte versuchen Aufgaben zu bekommen, die ihn interessieren und fordern, aber am Besten schon bei der Jobsuche auf den „qualitativen Lohn“ achten. Denn wir sind so erzogen, dass wir schnell den Gedanken verdrängen, Arbeit könnte Spaß machen. Gleichermaßen wichtig wie Gehalt sei auch die Frage nach Sinn und Umfang der Arbeit. Diese drei Elemente sollten gleich gewichtet sein, denn dann kann man ein Boreout von vornherein ausschließen.
Kollegen die während ihrer Arbeitszeit oft auf Toilette verschwinden, leiden auch nicht automatisch an Durchfall. Vielleicht leiden sie einfach nur unter Langeweile am Arbeitsplatz (Boreout) und auf Toilette müssen sie den Kollegen nicht vorspielen, beschäftigt zu sein. Außerdem bringt der Weg zur Toilette Abwechslung in den monotonen Arbeitsalltag. Während Stress sozial erwünscht ist, würde kaum einer zugeben das er Langweile am Arbeitsplatz hat, viel zu groß ist die Angst vor der Wegrationalisierung der eigenen Stelle.
Die Arbeitnehmer müssen also kreativ werden um ihre Langeweile am Arbeitsplatz zu verbergen. Ziel ist es, beschäftigt zu wirken, auch wenn man es gar nicht ist. Hierbei gibt es zwei Strategien: Bei der Flachwalzstrategie nimmt man sich für die Arbeit einfach viel mehr Zeit, als dazu nötig wäre. Langandauernde Projekte und Aufgaben bieten sich für diese Strategie in erster Linie an. Die zweite Strategie nennt sich Komprimierungsstrategie. Das heißt an einer Aufgabe nicht ewig „herum werkeln“, sondern so schnell wie möglich zu erledigen. Eine durch den Chef oder den äußeren Umständen gegebene Frist wird dabei klar unterschritten, was wenn möglich niemand oder nur vertraute Kollegen mitbekommen sollten. Die übrige Zeit bis zur Deadline wird dann für die schönen Dinge des Bürolebens zu genutzt.
Doch was ist der Grund für Boreout, wenn doch der Gang zum Chef mit der Bitte um mehr Arbeit die Lösung des Problems ist? Der Grund für Langeweile am Arbeitsplatz (Boreout) ist, dass sie nicht motiviert sind. Sie sind auch nicht faul, vielmehr sind Arbeitnehmer die an „Boreout“ leiden, faul gemacht worden. Das Langeweile-Syndrom ist ein Teufelskreis, welcher in Deutschland einen geschätzten gesamtwirtschaftlichen Schaden von rund 249 Milliarden Euro verursacht.
Der Ausgangspunkt des „Boreout-Paradoxes“, ist die falsche Annahme, dass es schön sei bei der Arbeit nichts zu tun zu haben und das ist zugleich die Ursache das Arbeitnehmer nichts an ihrer Situation ändern wollen. Anfangs genießt er ihre Zeit und Freiräume für private Dinge, jedoch früher oder später beginnt die Langeweile am Arbeitsplatz und er wird unzufrieden und frustriert. Und zu seinem Chef geht er nicht, weil er Angst hat, dass neue anspruchsvollere Aufgaben ihn stressen könnten.
Das Boreout ist ein Phänomen unserer Dienstleistungsgesellschaft und der sich dadurch entwickelten Berufe. Hier können viele einfach so vor sich hin arbeiten und schwammige Resultate präsentieren. Anders als früher arbeiten die meisten Menschen heutzutage nicht mehr für sich selbst und können sich oft auch nicht mit dem Unternehmen und den dazugehörigen Produkten identifizieren. Karl Marx bezeichnete dieses Phänomen als das „entfremdete Produkt“. Denn Selbstständige leiden nicht am Boreout. Entscheidend für die Zufriedenheit im Job sei, dass der Arbeitnehmer einen Sinn in seiner Tätigkeit sieht, die Arbeitszeit effektiv nutzt und eine bestmögliche Bezahlung erhält. Jemand, der an Boreout leidet, sollte versuchen Aufgaben zu bekommen, die ihn interessieren und fordern, aber am Besten schon bei der Jobsuche auf den „qualitativen Lohn“ achten. Denn wir sind so erzogen, dass wir schnell den Gedanken verdrängen, Arbeit könnte Spaß machen. Gleichermaßen wichtig wie Gehalt sei auch die Frage nach Sinn und Umfang der Arbeit. Diese drei Elemente sollten gleich gewichtet sein, denn dann kann man ein Boreout von vornherein ausschließen.











