Mobbing
Gast
Mobbing kann in unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten: Plötzlich verstummende Gespräche wenn das Opfer einer Mobbing Attacke ins Büro eintritt, üble Nachrede, Dinge werden vorenthalten oder ständige Kritik an der Arbeit. Die „lieben“ Kollegen oder der Chef können den Arbeitsalltag zur Hölle machen. Doch was tun, wenn die Platzhirsche beschließen, den neuen Kollegen im Team gleich wieder durch Mobbing rauszuekeln?
Mobbing hat viele Gesichter wie z. B. Gerüchte verbreiten, Gehässigkeiten austeilen, Viren in den Computer schleusen oder Nägel in die Autoreifen stechen. Das Ziel der Aktionen ist dabei immer dasselbe. Der Mobbing Betroffene soll systematisch ausgegrenzt und verletzt werden und das nicht in einer Handlung, sondern in ein langer zermürbenden Prozess. Ein Streit oder eine ungerechtfertigte Behandlung am Arbeitsplatz ist aus diesem Grund noch lange nicht in jedem Fall als Mobbing zu betrachten, wenn keine Systematik oder ein langfristiger Zeitraum vorliegt.
Die meisten Fälle von Mobbing gehen von Vorgesetzten aus. Mobbt der Vorgesetzte spricht man auch von Bossing. Bei Staffing agieren Unterstellte und attackieren gezielt ihren Vorgesetzten.
Doch wenn Mobbing Opfer die Täter zur Rechenschaft ziehen wollen, stößt man im deutschen Strafrecht oft an erhebliche Grenzen. Dabei gibt es immer Ansprechpartner für Mobbing Opfer: Der Betriebsrat, die Personalleitung, Beratungsstellen oder auch Beistand von erfahrenen Juristen. So hatte es eine Angestellte einer deutschen Bank Filiale in London geschafft, 1,2 Millionen Euro Schadenersatz von ihrem Arbeitgeber zu bekommen. Für eine Tätigkeit von 4 Jahren. Die Deutsche Bank hatte ihre Pflichten als Arbeitgeber vernachlässigt und so massiv die Gesundheit ihrer Angestellten geschädigt.
Im Wesentlichen lassen sich 2 Persönlichkeitstypen von Mobbing Opfer unterscheiden, welche prädestiniert für die Opferrolle eines Mobbings sind:
Der erste Typ zeichnet sich durch ein extrem unsicheres Verhalten aus, er fordert praktisch einen gewissen Menschenschlag dazu heraus, die eigene Macht auszuspielen. Wer bei Kritik von Kollegen oder Chefs regelmäßig mit Tränen reagiert, drängt sich in die Opferrolle und vermittelt diesen das Gefühl, dass man es mit ihm ja „machen kann“.
Der zweite Typ stellt dabei das genaue Gegenteil des ersten Typen dar. Mit seinem selbstherrlichen Verhalten zieht er ebenfalls Mobbing-Attacken auf sich. Aussagen wie „lassen Sie das mal meine Sorge sein“ oder „da hab ich schon ganz andere Projekte bewältigt“, zeichnen ihn aus. Die Kollegen und sogar Vorgesetze versuchen mittels Schikanen wieder Boden unter die Füße des Kollegen zu bekommen.
Doch wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. Die Auswege aus dem Konflikt sind so unterschiedlich wie ihre Fälle: Manchmal reicht es den Chef zu einer Ermahnung der Mobber zu drängen und manchmal hilft nur die Kündigung. Am besten ist es erstmal Beweise zu sammeln und ein Mobbing-Tagebuch zuführen. Außerdem hilft der Weg zum Betriebsrat, welcher den Mobbern droht, dass bei Mobbing Versetzung, Abmahnung und Kündigung neben zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen die Folge sein können. Oftmals wachen die Beteiligten an dem Mobbing dann aus dem Rausch aus und sind sich überhaupt erst bewusst, was für einen seelischen Schaden sie dem Mobbing Opfer zugefügt haben.
Doch was, wenn der eigene Chef der Mobber ist? So erging es T., ein erfolgreicher und beliebter Abteilungsleiter aus Frankfurt. Zumindest solange bis er einen neuen Chef bekam. Der verkaufte die Ideen des T. bei der Geschäftsleitung als seine eigenen und wies ihm keine neuen Aufgaben zu. Beim Personalchef fand er zwar offene Ohren, jedoch wollte dieser sich mit niemandem anlegen. T. wurde physisch krank und holte sich juristischen Rat. Der Anwalt riet ihm, dass er den Personalleiter auf seine Fürsorgepflicht hinweisen soll und ihn bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen soll, dass er juristisch beraten wird. Außerdem empfahl er, dass der Mandant sich innerhalb des Unternehmens Zeugen und Verbündete für das Mobbing suchen soll und die Opferrolle ablegen soll. Dabei lernte T. den Hauptabteilungsleiter kennen, der zufällig gerade eine offene Stelle hatte und T. gerne bei sich aufnehmen würde.
Die Folgen von Mobbing sind gravierend
Durch ständige Anfeindungen haben die Betroffenen einer Mobbing - Attacke Angst etwas falsch zumachen. Sie neigen dazu unkonzentriert und unmotiviert zu sein und durch die hohen physischen Belastungen sind sie häufig krank. Zusätzlich leiden sie unter Nervosität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Depressionen, Identitätsstörungen, Erschöpfung- und Versagenszustände bis hin zu Selbstmordgedanken.
Mobbing ist für die Betroffenen praktisch ein Karrierekiller. In den meisten Fällen kündigt der Gemobbte oder ihm wird unter einem Vorwand vom Arbeitgeber gekündigt. Groß ist auch die Anzahl der Fälle, von Mobbingopfern die sich monatelang krankschreiben lassen oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen.
Mobbing hat viele Gesichter wie z. B. Gerüchte verbreiten, Gehässigkeiten austeilen, Viren in den Computer schleusen oder Nägel in die Autoreifen stechen. Das Ziel der Aktionen ist dabei immer dasselbe. Der Mobbing Betroffene soll systematisch ausgegrenzt und verletzt werden und das nicht in einer Handlung, sondern in ein langer zermürbenden Prozess. Ein Streit oder eine ungerechtfertigte Behandlung am Arbeitsplatz ist aus diesem Grund noch lange nicht in jedem Fall als Mobbing zu betrachten, wenn keine Systematik oder ein langfristiger Zeitraum vorliegt.
Die meisten Fälle von Mobbing gehen von Vorgesetzten aus. Mobbt der Vorgesetzte spricht man auch von Bossing. Bei Staffing agieren Unterstellte und attackieren gezielt ihren Vorgesetzten.
Doch wenn Mobbing Opfer die Täter zur Rechenschaft ziehen wollen, stößt man im deutschen Strafrecht oft an erhebliche Grenzen. Dabei gibt es immer Ansprechpartner für Mobbing Opfer: Der Betriebsrat, die Personalleitung, Beratungsstellen oder auch Beistand von erfahrenen Juristen. So hatte es eine Angestellte einer deutschen Bank Filiale in London geschafft, 1,2 Millionen Euro Schadenersatz von ihrem Arbeitgeber zu bekommen. Für eine Tätigkeit von 4 Jahren. Die Deutsche Bank hatte ihre Pflichten als Arbeitgeber vernachlässigt und so massiv die Gesundheit ihrer Angestellten geschädigt.
Im Wesentlichen lassen sich 2 Persönlichkeitstypen von Mobbing Opfer unterscheiden, welche prädestiniert für die Opferrolle eines Mobbings sind:
Der erste Typ zeichnet sich durch ein extrem unsicheres Verhalten aus, er fordert praktisch einen gewissen Menschenschlag dazu heraus, die eigene Macht auszuspielen. Wer bei Kritik von Kollegen oder Chefs regelmäßig mit Tränen reagiert, drängt sich in die Opferrolle und vermittelt diesen das Gefühl, dass man es mit ihm ja „machen kann“.
Der zweite Typ stellt dabei das genaue Gegenteil des ersten Typen dar. Mit seinem selbstherrlichen Verhalten zieht er ebenfalls Mobbing-Attacken auf sich. Aussagen wie „lassen Sie das mal meine Sorge sein“ oder „da hab ich schon ganz andere Projekte bewältigt“, zeichnen ihn aus. Die Kollegen und sogar Vorgesetze versuchen mittels Schikanen wieder Boden unter die Füße des Kollegen zu bekommen.
Doch wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt. Die Auswege aus dem Konflikt sind so unterschiedlich wie ihre Fälle: Manchmal reicht es den Chef zu einer Ermahnung der Mobber zu drängen und manchmal hilft nur die Kündigung. Am besten ist es erstmal Beweise zu sammeln und ein Mobbing-Tagebuch zuführen. Außerdem hilft der Weg zum Betriebsrat, welcher den Mobbern droht, dass bei Mobbing Versetzung, Abmahnung und Kündigung neben zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen die Folge sein können. Oftmals wachen die Beteiligten an dem Mobbing dann aus dem Rausch aus und sind sich überhaupt erst bewusst, was für einen seelischen Schaden sie dem Mobbing Opfer zugefügt haben.
Doch was, wenn der eigene Chef der Mobber ist? So erging es T., ein erfolgreicher und beliebter Abteilungsleiter aus Frankfurt. Zumindest solange bis er einen neuen Chef bekam. Der verkaufte die Ideen des T. bei der Geschäftsleitung als seine eigenen und wies ihm keine neuen Aufgaben zu. Beim Personalchef fand er zwar offene Ohren, jedoch wollte dieser sich mit niemandem anlegen. T. wurde physisch krank und holte sich juristischen Rat. Der Anwalt riet ihm, dass er den Personalleiter auf seine Fürsorgepflicht hinweisen soll und ihn bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen soll, dass er juristisch beraten wird. Außerdem empfahl er, dass der Mandant sich innerhalb des Unternehmens Zeugen und Verbündete für das Mobbing suchen soll und die Opferrolle ablegen soll. Dabei lernte T. den Hauptabteilungsleiter kennen, der zufällig gerade eine offene Stelle hatte und T. gerne bei sich aufnehmen würde.
Die Folgen von Mobbing sind gravierend
Durch ständige Anfeindungen haben die Betroffenen einer Mobbing - Attacke Angst etwas falsch zumachen. Sie neigen dazu unkonzentriert und unmotiviert zu sein und durch die hohen physischen Belastungen sind sie häufig krank. Zusätzlich leiden sie unter Nervosität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Depressionen, Identitätsstörungen, Erschöpfung- und Versagenszustände bis hin zu Selbstmordgedanken.
Mobbing ist für die Betroffenen praktisch ein Karrierekiller. In den meisten Fällen kündigt der Gemobbte oder ihm wird unter einem Vorwand vom Arbeitgeber gekündigt. Groß ist auch die Anzahl der Fälle, von Mobbingopfern die sich monatelang krankschreiben lassen oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen.











