Steigende Gehälter und Bonuszahlungen
Gast
29.11.2010 - Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland schreitet allmählich wieder voran. Diese Erkenntnis haben auch viele Unternehmen und Großunternehmen. Mitarbeiter werden immer häufiger durch außerplanmäßige Zahlungen oder vorgezogene Tariferhöhungen daran beteiligt.
Einer der Vorreiter bei Lohnerhöhungen ist sicherlich Internet-Riese Google. Laut eines Berichts des Wall Street Journals dürfen sich die Mitarbeiter des Konzerns im Januar 2011 über zehn Prozent mehr Monatsgehalt freuen. Weiterhin soll es eine Bonuszahlung von 1000 US-Dollar geben. Wie aus informierten Kreisen bekannt wurde, erhalten die Gehaltserhöhung alle ca. 23.300 Beschäftigten weltweit, unabhängig von ihrer Position in der Organisation.
Mit dieser pauschalen Gehaltsanhebung will Google das Abwerben der Beschäftigten verhindern und diese an den Konzern binden. So steht Google unter Druck durch Personalabteilungen anderer Unternehmen, z.B. des Konkurrenten Facebook. Nach Informationen des Wall Street Journal habe Facebook bereits zehn Prozent seiner jetzigen Belegschaft von Google abgeworben. Dies versuche der Suchmaschinenanbieter nun zu verhindern.
Aber nicht nur die Mitarbeiter des amerikanischen Unternehmens können sich über eine größere Lohntüte am Monatsende freuen. Auch in Deutschland wurden in letzter Zeit Tarifverträge erneuert oder werden Tariferhöhungen Anfang des kommenden Jahres vorgezogen.
So erklärte unlängst der Nutzfahrzeughersteller MAN SE die für April 2011 geplante Tariferhöhung auf den 1. Februar 2011 vorzuziehen. Ab diesem Tag erhöhen sich die Tarifgehälter der ca. 22.000 Mitarbeiter von MAN in Deutschland um 2,7 Prozent. Jörg Schwitalla, Personalvorstand bei MAN erklärt, dass MAN auf dem richtigen Weg ist, sich von der wirtschaftlichen Krise zu erholen. Viele Mitarbeiter sind schon lange dabei und bringen für das Unternehmen außerordentliche Leistung. Nach Jörg Schwitalla sei es nur „fair“, diese Mitarbeiter dafür zu belohnen und sie an diesem Geschäftsaufschwung zu beteiligen.
Auch Siemens-Mitarbeiter können laut Konzernchef Peter Löscher mit einer Bonuszahlung und einer vorgezogenen Erhöhung der Tarifentgelte rechnen. Seinen Angaben zufolge stellt Siemens weltweit rund 310 Millionen Euro als einmalige Prämie für seine Belegschaft bereit. Im Konzern arbeiten ca. 400.000 Mitarbeiter. Die rund 128.000 deutschen Angestellten in Deutschland können im Januar 2011 mit einer einmaligen Bruttozahlung von bis zu 1.000 Euro rechnen. Zudem zieht Siemens die laut Tarifvertrag vorgesehene Erhöhung der Tarifentgelte um 2,7 Prozent um zwei Monate auf den 1. Februar 2011 vor. Grund für die Großzügigkeit des Technologiekonzerns ist ein Rekordgewinn. Im Geschäftsjahr 2009/2010 konnte das Unternehmen seinen Gewinn auf 4,1 Milliarden Euro steigern. Im vorherigen Jahr lag er noch bei ungefähr 2,5 Milliarden Euro.
Der neue Tarifvertrag für die rund 240.000 Beschäftigten privater und öffentlicher Banken ist bereits seit Juni 2010 in trockenen Tüchern. Nach nur zweimonatigen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaften und Arbeitgeber auf moderate Lohnerhöhungen und eine Einmalzahlung.
Die Gehälter in der Bankenbranche steigen ab Januar 2011 um 1,6 Prozent. Zudem gab es bereits im August diesen Jahres eine Einmalzahlung von 300 Euro, Auszubildende erhielten 75 Euro. Der ausgehandelte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 22 Monaten und gilt somit bis Ende Februar 2012. Außerdem sind nun bessere Arbeitsbedingungen festgehalten unter anderem durch Neuregelungen im Vertrieb und dem Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer.
Der neu ausgehandelte Vertrag betrifft nur die Mitarbeiter des privaten Banksektors und der Landesbanken. In der Finanzkrise mussten einige Institute durch milliardenschwere Finanzhilfen gestützt werden, da sie an den Rand des Abgrunds geraten waren. Sparkassen dagegen gehören zum öffentlichen Dienst und auch über die Genossenschaftsbanken wird getrennt verhandelt.
Die ursprünglich für den 1. April 2011 vorgesehene Lohnerhöhung wird Automobilhersteller Audi um die durch den aktuellen Tarifvertrag möglichen zwei Monate auf den 1. Februar vorziehen. Darauf haben sich Unternehmen und Gesamtbetriebsrat geeinigt. 45.000 tariflich Beschäftigte an den beiden deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm können sich dann über 2,7 Prozent mehr Entgelt freuen.
Und auch der Sportwagenbauer Porsche will seine Tariferhöhung für das kommende Jahr vorziehen. Die höheren Löhne sollten ab Februar 2011 gezahlt werden. Das Vorziehen der Lohnerhöhung sei "eine Selbstverständlichkeit zur Anerkennung dessen, was die Belegschaft leistet". Derzeit liefen zudem Gespräche bei Porsche über eine weitere Sonderzahlung, die die inländischen Beschäftigten erhalten sollten. Über die Höhe der Sonderzahlung für das Rumpfgeschäftsjahr (von August bis Dezember) solle im Frühjahr verhandelt und entschieden werden. Dies geht aus dpa-Informationen hervor. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatten die Porsche-Mitarbeiter bereits im Oktober einen Bonus von 2100 Euro bekommen.
Im Gegensatz zu den vorgezogenen Tariferhöhungen anderer Konzerne wird BMW die Tariferhöhung nicht vorziehen. Trotzdem werden aber bereits Sonderzahlungen verteilt. Die rund 71.000 Beschäftigten des bayerischen Autobauers erhalten bereits einen Bonus von durchschnittlich 1.060 Euro. Kritik daran kommt aus dem BMW-Werk Leipzig. Hier protestierten Mitte November Mitarbeiter des Werkes dafür, die für 1. April 2011 geplante Tariferhöhung vorzuziehen und es anderen großen deutschen Firmen nachzutun. Außerdem forderten sie laut Betriebsrat auch für die 850 Zeitarbeiter Erfolgsprämien und Urlaubsgeld.
Einer der Vorreiter bei Lohnerhöhungen ist sicherlich Internet-Riese Google. Laut eines Berichts des Wall Street Journals dürfen sich die Mitarbeiter des Konzerns im Januar 2011 über zehn Prozent mehr Monatsgehalt freuen. Weiterhin soll es eine Bonuszahlung von 1000 US-Dollar geben. Wie aus informierten Kreisen bekannt wurde, erhalten die Gehaltserhöhung alle ca. 23.300 Beschäftigten weltweit, unabhängig von ihrer Position in der Organisation.
Mit dieser pauschalen Gehaltsanhebung will Google das Abwerben der Beschäftigten verhindern und diese an den Konzern binden. So steht Google unter Druck durch Personalabteilungen anderer Unternehmen, z.B. des Konkurrenten Facebook. Nach Informationen des Wall Street Journal habe Facebook bereits zehn Prozent seiner jetzigen Belegschaft von Google abgeworben. Dies versuche der Suchmaschinenanbieter nun zu verhindern.
Aber nicht nur die Mitarbeiter des amerikanischen Unternehmens können sich über eine größere Lohntüte am Monatsende freuen. Auch in Deutschland wurden in letzter Zeit Tarifverträge erneuert oder werden Tariferhöhungen Anfang des kommenden Jahres vorgezogen.
So erklärte unlängst der Nutzfahrzeughersteller MAN SE die für April 2011 geplante Tariferhöhung auf den 1. Februar 2011 vorzuziehen. Ab diesem Tag erhöhen sich die Tarifgehälter der ca. 22.000 Mitarbeiter von MAN in Deutschland um 2,7 Prozent. Jörg Schwitalla, Personalvorstand bei MAN erklärt, dass MAN auf dem richtigen Weg ist, sich von der wirtschaftlichen Krise zu erholen. Viele Mitarbeiter sind schon lange dabei und bringen für das Unternehmen außerordentliche Leistung. Nach Jörg Schwitalla sei es nur „fair“, diese Mitarbeiter dafür zu belohnen und sie an diesem Geschäftsaufschwung zu beteiligen.
Auch Siemens-Mitarbeiter können laut Konzernchef Peter Löscher mit einer Bonuszahlung und einer vorgezogenen Erhöhung der Tarifentgelte rechnen. Seinen Angaben zufolge stellt Siemens weltweit rund 310 Millionen Euro als einmalige Prämie für seine Belegschaft bereit. Im Konzern arbeiten ca. 400.000 Mitarbeiter. Die rund 128.000 deutschen Angestellten in Deutschland können im Januar 2011 mit einer einmaligen Bruttozahlung von bis zu 1.000 Euro rechnen. Zudem zieht Siemens die laut Tarifvertrag vorgesehene Erhöhung der Tarifentgelte um 2,7 Prozent um zwei Monate auf den 1. Februar 2011 vor. Grund für die Großzügigkeit des Technologiekonzerns ist ein Rekordgewinn. Im Geschäftsjahr 2009/2010 konnte das Unternehmen seinen Gewinn auf 4,1 Milliarden Euro steigern. Im vorherigen Jahr lag er noch bei ungefähr 2,5 Milliarden Euro.
Der neue Tarifvertrag für die rund 240.000 Beschäftigten privater und öffentlicher Banken ist bereits seit Juni 2010 in trockenen Tüchern. Nach nur zweimonatigen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaften und Arbeitgeber auf moderate Lohnerhöhungen und eine Einmalzahlung.
Die Gehälter in der Bankenbranche steigen ab Januar 2011 um 1,6 Prozent. Zudem gab es bereits im August diesen Jahres eine Einmalzahlung von 300 Euro, Auszubildende erhielten 75 Euro. Der ausgehandelte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 22 Monaten und gilt somit bis Ende Februar 2012. Außerdem sind nun bessere Arbeitsbedingungen festgehalten unter anderem durch Neuregelungen im Vertrieb und dem Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer.
Der neu ausgehandelte Vertrag betrifft nur die Mitarbeiter des privaten Banksektors und der Landesbanken. In der Finanzkrise mussten einige Institute durch milliardenschwere Finanzhilfen gestützt werden, da sie an den Rand des Abgrunds geraten waren. Sparkassen dagegen gehören zum öffentlichen Dienst und auch über die Genossenschaftsbanken wird getrennt verhandelt.
Die ursprünglich für den 1. April 2011 vorgesehene Lohnerhöhung wird Automobilhersteller Audi um die durch den aktuellen Tarifvertrag möglichen zwei Monate auf den 1. Februar vorziehen. Darauf haben sich Unternehmen und Gesamtbetriebsrat geeinigt. 45.000 tariflich Beschäftigte an den beiden deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm können sich dann über 2,7 Prozent mehr Entgelt freuen.
Und auch der Sportwagenbauer Porsche will seine Tariferhöhung für das kommende Jahr vorziehen. Die höheren Löhne sollten ab Februar 2011 gezahlt werden. Das Vorziehen der Lohnerhöhung sei "eine Selbstverständlichkeit zur Anerkennung dessen, was die Belegschaft leistet". Derzeit liefen zudem Gespräche bei Porsche über eine weitere Sonderzahlung, die die inländischen Beschäftigten erhalten sollten. Über die Höhe der Sonderzahlung für das Rumpfgeschäftsjahr (von August bis Dezember) solle im Frühjahr verhandelt und entschieden werden. Dies geht aus dpa-Informationen hervor. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatten die Porsche-Mitarbeiter bereits im Oktober einen Bonus von 2100 Euro bekommen.
Im Gegensatz zu den vorgezogenen Tariferhöhungen anderer Konzerne wird BMW die Tariferhöhung nicht vorziehen. Trotzdem werden aber bereits Sonderzahlungen verteilt. Die rund 71.000 Beschäftigten des bayerischen Autobauers erhalten bereits einen Bonus von durchschnittlich 1.060 Euro. Kritik daran kommt aus dem BMW-Werk Leipzig. Hier protestierten Mitte November Mitarbeiter des Werkes dafür, die für 1. April 2011 geplante Tariferhöhung vorzuziehen und es anderen großen deutschen Firmen nachzutun. Außerdem forderten sie laut Betriebsrat auch für die 850 Zeitarbeiter Erfolgsprämien und Urlaubsgeld.
Gast
Die Lufthansa beteiligt ihre Mitarbeiter mit einer Sonder Bonuszahlung am Erfolg, wobei meist ca. 700 Euro pro Mitarbeiter ausgezahlt wird. Die einsetzende Erholung schaffe "Spielraum für ein besonderes Dankeschön", heißt es in einem offenen Brief. Die Sonder Bonuszahlung erhalten ca 80 000 der weltweit etwa 117 000 Mitarbeiter im Konzern, nicht beteiligt sind Töchter im Ausland wie die Swiss. Die Auszahlungssumme beläuft sich insgesamt auf rund 50 Mill. Euro.
Gast
Deutsche Bahn, aktuelle Tarifrunde: 500 Euro für DB-Beschäftigte
Dez. 2010 Die Mitarbeiter der DB bekommen zum Jahresende eine Einmalzahlung von 300 Euro und zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung von 200 Euro (bei Teilzeit jeweils anteilig). Für Auszubildende und Dual Studierende wird es eine Einmalzahlung von 140 Euro geben. Beamte erhalten die Erfolgsbeteiligung dabei in Höhe des Nettobetrags zusätzlich zu ihrer Besoldung durch das Bundeseisenbahnvermögen (BEV). Die Zahlungen werden am Ende der Verhandlungen in den Tarifabschluss einbezogen.
Dez. 2010 Die Mitarbeiter der DB bekommen zum Jahresende eine Einmalzahlung von 300 Euro und zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung von 200 Euro (bei Teilzeit jeweils anteilig). Für Auszubildende und Dual Studierende wird es eine Einmalzahlung von 140 Euro geben. Beamte erhalten die Erfolgsbeteiligung dabei in Höhe des Nettobetrags zusätzlich zu ihrer Besoldung durch das Bundeseisenbahnvermögen (BEV). Die Zahlungen werden am Ende der Verhandlungen in den Tarifabschluss einbezogen.











